Magisches Allerheiligen - die armen Seelen in Tirol

Magisches Allerheiligen - die armen Seelen Tirols setzt den ORF Zyklus fort, der dem Brauchtum in verschieden Teilen Österreichs nachforscht.

Nach Magische Ostern, Magischer Frühling im Thayaland, Magischer Winter in Innsbruck, dem Salzkammergut und in Wilhelmsburg, Magische Weihnachten im Kleinen Perschlingtal und dem Thayatal folgt nun Magische Allerheiligen - die armen Seelen Tirols.

November als Monat vor dem Winterbeginn, das Totenmonat, soll zu Allerheiligen und Allerseelen auch das Diesseits mit dem Jenseits verbinden. Ob es das keltische Fest Samhain ist, welches sich hier wiederfindet? Hat das Christentum dieses Fest in den religiösen Jahreskreis übernommen? In den Tiroler Alpen Nord- und Südtirols lassen sich verschiedene Traditionen finden, die uns die eine oder andere Theorie bestätigen.
Die Nacht der armen Seelen - zu sehen als Erinnerungsfest an die verstorbenen Seelen, aber auch an die Armen der Dorfgemeinschaften, die sich an diesen Tagen Muass und Selabrot abholen können.

Die Armen sind glücklicherweise weniger geworden, aber das Seelenbrot und auch anderes Brauchtumsgebäck rund um Allerheiligen und Allerseelen gibt es noch immer. Ob geflochten als Hirsch, Hahn oder ein Zopf, in den Innsbrucker Bäckereien und in anderen Tiroler Ortschaften wird diese Tradition noch aufrecht erhalten.

Auch den Godlpack oder den "Sealamorkt" am 2. November in Glurns gibt es noch, gleich wie das emsige Treiben auf den Friedhöfen. welches meist schon einige Tage vor Allerheiligen beginnt, oder wie der meist letzte Ausflug von Familien in die Berge um das grüne Reisig, das Moos zum Bedecken der Gräber, direkt von den Bergen zu holen.


Ausstrahlung ORF 2, 01.11.09